08.03.2010 13:57 (0 Kommentare)
100 Jahre Frauentag
2010 –
Wir feiern zum 100. Mal den Internationalen Frauentag. Was ist
erreicht worden und wo muss die Politik nach vorn schauen und die
Gleichstellung von Frau und Mann weiter vorantreiben?
Im Jahre 1910 wurde auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz auf Vorschlag der Sozialistin Clara Zetkin zur zum ersten Mal der Internationale Frauentag (IFT) gefeiert. Dies war vorerst auf wenige Länder beschränkt, unter anderem Deutschland. Das war aber noch lange nicht der 8. März. Erstmals wurde der IFT am 19. März, für die Gleichstellung der Frau und den Kampf für das Wahlrecht der Frauen, gefeiert. Dies war der Gedenktag für die in der Märzrevolution 1848 gefallenen Frauen.
Im Jahre 1917, genauer am 8. März, streikten in Sankt Petersburg erstmals Bauern-, Arbeiter- und Soldatenfrauen und lösten somit die Februarrevolution aus. Aus diesem Grunde wurde auf der zweiten Kommunistischen Frauenkonferenz der 8. März zum Internationalen Frauentag ernannt.
Vorerst ging es darum, dass Frauen aktiv an Wahlen teilnehmen konnten. Nachdem dieses Ziel erreicht worden war, hat man sich den sozialen Missständen zugewandt, zum Beispiel der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches.
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde der IFT von den Nazis verboten, stattdessen wurde der Muttertag (sogar als Feiertag) eingeführt, weil dieser eher dem nationalsozialistischen Frauen- und Mutterbild entsprach.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1948 der IFT erstmals wieder gefeiert, allerdings nur in der sowjetischen Besatzungszone; in den alten Bundesländern wurde dieser nur von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten begangen und verlor bis in die 60iger Jahre an Bedeutung. Erst Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, mit Beginn der Frauenbewegung ,rückte der 8. März wieder ins Bewusstsein. 1975 richteten erstmals die Vereinten Nationen eine Feierlichkeit anlässlich des IFT aus, zwei Jahre später wurde dieser Tag durch die Generalversammlung der UN anerkannt.
Heute
ist in einigen Ländern der 8. März als Feiertag ausgewiesen, gerade
im osteuropäischen und asiatischen Raum. In Deutschland wird neben
der Gewalt an Frauen stark das Thema ungleiche Bezahlung in den
Mittelpunkt gestellt. Gehaltsdefizite bis zu 20 % im Vergleich zu den
männlichen Kollegen sind keine Seltenheit.
Mehr
denn je müssen wir uns dafür einsetzen, dass die Gleichberechtigung
von Mann und Frau nicht nur eine Phrase ist, sondern wir dies
gesellschaftspolitisch untermauern. Wir wollen die gleiche Bezahlung,
wir wollen keine Unterdrückung von Frauen. Wir kämpfen für die
gleichberechtigte Gesellschaft.
Die zentralen Aktionen der Jusos Sachsen anläßlich dieses Tages sind:
Mittelsachsen: Freiberger Innenstadt, ab 13 Uhr: Vorurteilsquiz und Fotoaktion und dem Motto: „Ich kann Vorstand weil…“
Sächsiche Schweiz Osterzgebirge: Flyeraktion in Pirna - Innenstadt (Dohnaische Straße, Ecke Jakobärstraße)ab 14 Uhr; Thema: „Ich kann Bürgermeister weil…“
Vogtland: Infostand + Rosenverteilung von 15 – 17 Uhr auf dem Tunnel in Plauen anschl. ab 18 Uhr Diskussionsrunde mit Hanka Kliese MdL und Juliane Pfeil „Frauen in der Politik – heute und gestern“, Ort: Jugendzentrum Oase e.V., Doktor-Gelbke-Straße 1, Plauen
Leipzig: ASF/ Jusos: 15.30 Uhr Augustusplatz- Unterstützung der Aktion des Vereins in der DDR geschiedene Frauen (u.a. auch mit MdB Daniela Kolbe), Jusos/ ASF: 15.00- 18.00 Uhr Petersstr. vor Hugendubel; Verteilung Infomaterial mit Daniela Kolbe, MdB, Holger Mann, MdL und Dirk Panter, MdL
Dresden: 16 Uhr am Dr.-Külz-Ring: Rosen verteilen, in Verbindung mit Aktion (Bodenzeitung, "Ich kann Ausichtsrat/Bürgermeister...)
Nordsachsen: Frageaktion an Frauen „Sind sie gleichberechtigt?“, 10 Uhr am Neumarkt in Oschatz
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