15.02.2010 16:50 (0 Kommentare)
Jusos Sachsen werten Strategie der Gegenkundgebungen als Erfolg
CDU-Oberbürgermeisterin Orosz unter Zwang endlich Farbe gegen Rechts zu bekennen
Dresden. Jusos Sachsen sehen in den dezentralen Kundgebungen am Samstag den Grundstein für den Erfolg, dass die Nazis keinen Fußbreit in die Neustadt setzen konnten.
Dazu Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen: "Die Kundgebungen auf dem Albertplatz und der Hansastraße haben maßgeblich dazu beigetragen, dass es den Nazis in diesem Jahr nicht gelungen ist, auch nur einen Meter weit in die Dresdner Neustadt vorzudringen. Schade ist nur, dass die CDU-Oberbürgermeisterin nicht den Mut hatte, statt einer symbolischen Aktion ihre Kundgebung direkt am Neustädter Bahnhof anzumelden und damit ihr Engagement gegen die Nazis in Dresden zu untermauern."
Auch wenn die Nazis trotz massiven Polizeiaufgebot und einer großen Menge an friedlichen Gegendemonstranten durch das Hechtviertel ziehen konnten und einen Angriff auf ein alternatives Jugendzentrum starteten, zeigte sich, dass der friedliche Aufruf des breiten Bündnisses aus Initiativen und Vereinen erfolgreich war. Leider muss festgehalten werden, dass die bundesweite Presse eine zu einseitige Fixierung auf die Menschenkette vorgenommen hat und dadurch davon abgelenkt wird, dass es die friedlichen Kundgebungen rund um den Albertplatz waren, die verhindert haben, dass die Nazis in die Neustadt oder das Regierungsviertel ziehen konnten.
"Erschreckend ist, dass die Nazis auf ihrem
Rückweg ihren Frust über die gescheiterte Aktion in Dresden am Pirnaer SPD-Büro
der Landtagsabgeordneten Dagmar Neukirch auslassen mussten. Dies zeigt umso
mehr, wie hoch das Gewaltpotential in dieser Szene ist und wie gefährlich eine
Verharmlosung rechter Gewalt durch eine Pauschalisierung von Links- und
Rechtsextremismus ist", so Bucksch abschließend.
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