24.06.2009 17:56 (0 Kommentare)
Tillich sollte endlich wahre Verantwortung zeigen
Unangeschnallt durch die eigene Vergangenheit
Dresden. Aufgrund der immer größeren Widersprüche und der
Salamitaktik der Staatskanzlei bei der Aufklärung der Vergangenheit des
CDU-Landesvorsitzenden Stanislav Tillich fordern die Jusos Sachsen einen
verantwortungsvollen Umgang mit der Vergangenheit des sächsischen
Ministerpräsidenten. Eine umfassende Offenlegung der wahren Verstrickungen
Tillichs in das System der DDR sollte schleunigst erfolgen. Statt Dementis und
Vertuschungsaktionen durch die Staatskanzlei müssen endlich Fakten auf den
Tisch.
"Die
Biografie vieler ehemaliger DDR-Bürger 20 Jahre nach der Wende anzuerkennen ist
das eine, Klarheit einzufordern, wenn die Union die Geschichte umdeuten will,
indem von ihrem Spitzenkandidat Akten verschwinden und Fragebögen mangelhaft
ausgefüllt werden, die mehr Klarheit über die Rolle Tillichs im DDR-Regime
verschafft hätten, ist etwas ganz anderes", so Holger Mann, Landesvorsitzender
der sächsischen Jusos.
Die
Jusos fordern von der CDU Ehrlichkeit im Umgang mit der eigenen
DDR-Vergangenheit. Ein Ministerpräsident, der als Vize-Vorsitzender für Handel
und Versorgung im Kreis Kamenz im Juli und Dezember 1989 einer selbst nach
DDR-Recht illegalen Enteignung zustimmt und dies nun mit Hilfe der Staatskanzlei
durch zweifelhafte Methoden zu vertuschen versucht, muss sich erklären.
"Es grenzt schon an Selbstherrlichkeit, wenn die Verquickungen der
Regierungszentrale und der Kommunalverwaltung so dreist ausgenutzt werden, um
für jeden Bürger einsehbare Akten verschwinden zu lassen und Archive bis nach
der Landtagswahl geschlossen werden", so Mann abschließend.
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